Posts mit dem Label Alltag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Alltag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 27. August 2014

Dornröschenschlaf im Textilforum


Die Zeit ist stehengeblieben im "Textilforum" in Herning, Dänemark.
An einem Regentag während unseres Urlaubs fuhren wir in diese alte Fabrik, die vor fast 25 Jahren ihre Produktion einstellte. 
Eine unglaubliche Zahl verschiedenster Maschinen konnten wir besichtigen. Leider waren die Erklärungen ausschließlich auf dänisch und so konnte man manches nur erahnen. 




Begeistert hat mich vor allem die Kunst des Maschinenbaus. Aus wie vielen Einzelteilen so eine Maschine doch besteht. Wer denkt sich das aus, welche Werkzeuge und Formen, welches Wissen und Tätigkeiten schon allein zu Herstellung der Maschinen gebraucht werden, die dann wiederum wieder etwas herstellen. 





Hergestellt wurden Trikotagen, soweit ich das erkennen konnte. 

Hier ein Blick auf die Sockenstrickerei:



Auf diese Formen, die erwärmt werden konnten, wurden vielleicht die fertigen Socken gezogen. Warum wohl?

Diese Maschine zeigte, wofür man auch noch Textilien brauchte:



Die Ummantelung eines Elektrokabels.


Angefangen hat die Tuchfabrik als Wollspinnerei, um die Jahrhundertwende wurde sie mit Tuchfabrikation erweitert. 
Soweit ich erkennen konnte, stehen sehr alte Maschinen in den beiden großen Ausstellungsräumen. Auch ein Import aus Bremen war dabei: 




Ein paar weitere Einblicke gibt es in den nächsten Tagen!



Freitag, 1. August 2014

....bis die Tage!

Auch hier gibt es nun endlich Ferien!
Kurz entschlossen werden wir uns auf den Weg noch weiter gen Norden machen.
Nach einem Treffen mit Dodo, bei dem sie ein wunderbares Sommerkleid trug, machte ich mich daran, ebenfalls ein Kleid zu nähen. Ich hatte zwischendurch richtig Zeit und Ruhe und gab mir sehr viel Mühe mit der Verarbeitung.
Leider bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden und so bleibt das Kleid unvollendet zuhause. Schade!
Wieder einmal war es die Passform am Oberteil, die so gar nicht funktionierte.
Die Weite, die ich an der Brust brauche muss oberhalb dann ganz schnell verschwinden. Dieses Problem konnte ich beim Stricken mit Hilfe der Brustabnäher beheben. Beim Nähen wird es auch einen Weg geben, aber den kenne ich nicht. Also weiterhin Rock und T-Shirt, was bei dem heißen Wetter der letzten Wochen manchmal nicht so komfortabel war.

Dagegen hatte ich bei einem Besuch bei Alfatex richtig Glück. Eigentlich wollte ich ja nur eben Futterstoff für das besagte Kleid kaufen und geriet echt in Kauflaune. Alfatex hatte die Preise gesenkt und ich konnte einige richtig schöne Stoffe erwischen.


Bei diesem Stoff hatte ich ein weiteres Kleid vor Augen. Aber... siehe oben!




Ein leichter, kleiner Rock aus diesem bunten Flatterstoff für den Urlaub - das ist der Plan für den ich heute noch ein bisschen Zeit brauche!







Und über diesen Stoff freue ich mich am meisten. Wobei Blumenstoffe fast nie im Einkaufskorb landen. Aber der hat so ungewöhnliche Farben und der Stoff fühlt sich toll an und fällt bestimmt gut.
Daraus wird ein Rock und die passende Wolle für ein Jäckchen dazu hatte ich bei Lanade bestellt. Manchmal fügt sich das doch fabelhaft!






Und so ist klar, welche Wolle ins Gepäck kommt! Die dunkelbraune bleibt zuhause, denn sobald der Spätsommer beginnt, möchte ich gerne beides fertig haben. Rock und Jacke.








Blumen auch hier:

Wunderschöne Dahlien gegen blauen Sommerhimmel - was will man mehr?



Und mein derzeitiges Lieblingsgetränk: Rhabarbersirup mit Wasser und Minzblättern.



Ich wünsche Euch allen einen schönen Sommer! Allen, die noch wegfahren, wünsche ich viel Freude an fremden Orten!
Allen, die zuhause sind, wünsche ich viele Momente des Sommergenusses, mit allem, was man sich darunter vorstellt: draußen sein, Sternschnuppen, Eisbecher, kühle Seen...
Eine behütete Zeit!
Eure Luise






Donnerstag, 3. Juli 2014

Von Bienen (und Menschen)



Was soll man tun, wenn man krank im Bett liegt? Man liest, man schaut Filme, man schläft.

In der Mediathek der ARD fand ich einen sehr interessanten Film zum Thema "Bienen". Mich faszinieren sie schon sehr lange. Vor einigen Jahren hörte ich einen Vortrag über das Zusammenleben und -wirken der Bienen, vieles wusste ich nicht und seither esse ich mein Honigbrot mit wesentlich mehr Respekt!
Als Märchenliebhaberin mochte ich "Die Bienenkönigin" schon in meiner Kindheit.

Das Leben und vor allem das Sterben der Bienen ist seit einigen Jahren immer wieder Thema in den Medien. In dem oben beschriebenen Film wird zum einen das Zusammenleben mit der Honigbiene sehr anschaulich beschrieben, ganz romantisch, auf einer Schweizer Alm. Der Imker hat seine Liebe zu den Bienen nicht in die Wiege gelegt bekommen, obwohl sein Vater und Großvater immer Bienen hielten.  Doch irgendwann vor die Wahl gestellt, entschied er sich, den Bienen im Hochland die Treue zu halten. Angerührt hat mich die Szene, als ein Stock vernichtet werden musste, da die Tiere krank waren.
Auf der anderen Seite gibt es die kommerzielle Seite der Bienenhaltung und Zucht. Riesige Trucks fahren durch Nordamerika, voll geladen mit Bienenstöcken immer die nächste Blüte vor Augen: die Mandelblüte in Kalifornien, die Apfelblüte im Osten der USA und immer weiter.
Die Bienen werden zu diesem Zweck tausende von Kilometern durchs Land gekarrt, was allein schon ein großer Stress für sie bedeutet. Mandeln, und die meisten kommen aus der USA, werde ich zukünftig auch mit anderem Bewusstsein essen!
Es werden noch einige andere Aspekte in dem Film gezeigt. Er lohnt sich wirklich!

An meinem Bett wartet schon seit November dieses Buch:


Ralph Dutli las während der letzten Literatour Nord in Bremen und da kaufte ich mir gedenk meiner Bienen-Vorliebe das Buch "für irgendwann mal".
Nun ist der perfekte Zeitpunkt und die ersten beiden Kapitel sind schon verschlungen. 
Und Ralph Dutli war sogar der Preisträger, wie ich eben noch nachgelesen habe.

Bevor ich das "Lied vom Honig" beginnen konnte, las ich die letzten Kapitel aus dem neuen Buch von Jenny Erpenbeck. Sie ist eine meiner Lieblingsautorinnen und ich habe sie ebenfalls während einer Lesung in Bremen live erleben können. Mit dem Buch "Heimsuchung" gewann sie ebenfalls den Preis dieser Lesereise.


"Aller Tage Abend" ist wiederum ein besonderes Buch. Es spielt mit dem Lauf der Geschichte, es jongliert mit dem "was wäre wenn". Jenny Erpenbeck betrachtet vieles sehr genau und Handlungen, die die Geschichte weiter führen, kommen eher zurückhaltend vor. Wie in "Heimsuchung" entlarven sich Dogmen und Wahrheiten: ihre Vergänglichkeit wird sehr deutlich. 

So, nun  widme ich mich wieder dem Lied des Honigs und gesunde!



Freitag, 13. Juni 2014

Kochen am Freitag den dreizehnten

Was macht ihr heute Abend? 
Fußball, Grillabend, Konzert, Füße hoch??

Da heute Freitag der 13. ist, treffe ich mich mit einer Gruppe von Freunden, die immer dann miteinander kochen, wenn diese beiden zusammentreffen. Der Freitag und die Dreizehn.

In diesem Jahr übrigens das einzige Mal. 

Oft ist es irgendein "Länder-Kochen". Nach englisch, russisch und schottisch gibt es heute ein "Burger". Eigentlich war Mexiko geplant und ich überlegte schon, mir irgendein Frida-Kahlo-Outfit zu nähen. Zu Burger trage ich BLUE JEANS!

In unserer Küche köchelt schon ein Salsa-Dipp und ich habe vorsorglich eine der Nacho-Tüten aufgemacht. Nur, damit ich den Dipp vorkosten kann.


Oh, schon fertig. 

Bei allem, was ihr so veranstaltet: Viel Spaß!
Eure Luise

Freitag, 30. Mai 2014

Unterwegs

Das lange Wochenende nach dem 1. Mai habe ich auf Fußwegen verbracht:

















Meine Freundin und ich gingen die ersten vier Etappen des Pilgerweges von Loccum nach Volkenroda.


















Zu Fuß und alles, was ich brauche, auf meinem Rücken.



Vieles kam zur richtigen Zeit: ein gemütliches Café mit leckerem Kuchen, jemand, der uns schon am Anfang der Straße erwartete, um uns das richtige Haus mit unserer Unterkunft zu zeigen, ein Junge mit großen Zahnlücken, der uns sagen konnte, wo im Ort er das Pilgerzeichen gesehen hatte ("bei den Grills so und so rein" - begleitet mit richtungsweisenden Gesten - "bei den Grills" war ein großer Fachhandel für Gartengrills).

So sieht das Zeichen aus - leider sehr unscharf


Natürlich gibt es auch Blasen an den Füßen, schmerzende Beine und Hüften, am 2. Mai war es unangenehm kalt und wir zogen fast alles an, was sich im Rucksack finden lässt. Und träumten von heißer, sämiger Erbsensuppe...


Aber dann entdeckten wir solche Kleinode: die Kirche "Kathrinhagen", die ca. 800 Jahre alt ist, bot mir Pause und Erholung. Wie in einem schützenden Bauch fühlte ich mich. 

Die meisten Kirchen sind geöffnet und wir sammelten fleißig Pilgerstempel. Überall stand Wasser, manchmal Schokolade für die Pilger bereit. Es fragten auch Leute auf der Straße, ob wir irgendetwas brauchten... Diese Aufmerksamkeit ist besonders schön beim Pilgern.




Am Samstag hatten wir wunderbares Sonnenwetter und das Laufen war sehr leicht. Es war unglaublich schön, diese üppige Natur zu durchwandern. Nun im Weserbergland angekommen, leuchteten von weitem die Rapsfelder und ich habe in meinem Leben noch nie so viele blühende Kastanienbäume gesehen.



In Hessisch Oldendorf entdeckten wir einen alten jüdischen Friedhof. Wieder ein stiller und schöner Ort.



Schließlich kamen wir am Samstag im Stift Fischbeck an (weil wir bei den "Grills" richtig abgebogen waren!).
Dort fanden wir in der Pilgerwohnung noch zwei Betten zum Schlafen. Das kam so: kurz nachdem wir eine Passantin fragten, wen wir an einem Samstagabend noch nach der Wohnung fragen könnten, lief uns eine Ecke weiter eine Pilgerin über den Weg, die unsere Rucksäcke sah, die richtigen Schlüsse zog und fragte, ob wir ein Quartier brauchten. Sie hatte in der Wohnung das Einzelzimmer gebucht und nichts dagegen, uns auch noch aufzunehmen. So kamen wir in den Genuss, in diesem alten und einladenden Gemäuern zu schlafen. Und wir machten die Bekanntschaft einer sehr netten Pilgerin!



Wenn man unterwegs andere Pilger trifft, ergibt sich meistens ein Gespräch. Man tauscht sich über Übernachtungsmöglichkeiten aus und was sehenswert ist und wo man Blasenpflaster kaufen kann.
Als wir am Sonntag beim Bäcker standen, einen Kaffee tranken und ein belegtes Brötchen aßen, trafen wir eine Dame aus dem Stift wieder, die uns freundlich aus ihrem Zimmer zugewinkt hatte und den Kirchenführer aus Weibeck. Er hatte uns dort die kleine 1000jährige Wehrkirche gezeigt und uns den Tipp mit der Pilgerwohnung im Stift gegeben. Es war eine lustige Situation dort beim Bäcker. Mit so vielen Leuten bin ich hier zuhause am Sonntagmorgen nicht im Gespräch.
Am Sonntag liefen wir das kurze Stück (11 km) nach Hameln. Von dort aus fuhren wir in zwei Stunden mit Bahn und Bus an den Ausgangsort zurück. 
(Merke: wofür du laufend 4 Tage brauchst, bist du im Auto in 2 Stunden.)
Es war wunderschön und wir waren allezeit gut behütet!
Ich werfe in der Regel nicht mit Bibelversen um mich, aber dieser passt sehr gut:

"Du stellst meine Füße auf weiten Raum" (Psalm 31)

Wehrkirche in Weibeck





Mittwoch, 16. April 2014

Fremdgesteuert?

Meine Beschäftigung der letzten Woche. Ein Kleid!! Ein Rock!! Und nun noch ein Mantel!!

Ich habe den Verdacht, eine fremde Macht hat sich bei mir eingenistet. Da gibt es nur eines: sich willenlos ergeben!



Hoffentlich morgen genug abgehängt!
Der Rock zum Frühlingsjäckchen



Mantel "Johanna" schon zugeschnitten


Die Macht sei (auch) mit euch!


Montag, 17. März 2014

Mein Montag

Spontan entschloss ich mich, einen Montagspost zu schreiben. So wie das Kirschenkind.
Ich habe es allerdings nicht so schwer, wie sie heute. Mein Montag fing so an, dass ich ausgeschlafen und sehr zufrieden mit dem Wochenende war, in welches ich sehr erschöpft und ein bisschen genervt hinein ging.



Der Rock ist bis auf den Saum fertig. Ich möchte gerne ein Saumband verwenden und das muss ich noch kaufen. Und einen anderen Gürtel - dieser ist mir nun doch zu rosa!














Auch das Frühlingsjäckchen ist fast fertig. Und ich teste gerade mehrere Strickmuster fürs nächste...                                                            Dazu hörte ich gestern "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen, gelesen von Eva Mattes, eines meiner Lieblings-Hörbücher.


Heute morgen konnte ich ohne Licht am Fahrrad zur Bushaltestelle radeln!

Und bevor ich heute Abend noch einmal arbeiten gehe, genieße ich:



Von Küstensocke bekam ich heute diese Burda geschickt - Danke! In den Umschlag steckte ich dann noch einige Schnitte aus den 70ern, dieser geht zu Lottie. So findet alles mögliche seinen richtigen Platz.


Und bevor ich hier ein bisschen Staubsauge, gibt es Kaffee aus der Tasse meiner Oma Luise (dazu ein andermal mehr).

Ich wünsche allen einen guten Wochenanfang!


Sonntag, 2. März 2014

Endlich März!

Endlich ist der Februar vorbei. Das ist für mich der schwerste Monat im Jahr. Zwar werden die Tage schon heller und ich freue mich, nicht mehr in völliger Dunkelheit zum Bus gehen zu können, trotzdem wird das Warten auf den Frühling lang.
Die ersten Blumen, die ersten grünen Spitzen an Sträuchern, alles deutet auf das Ende des Winters hin.


Was steht im März an?
Zuallererst werde ich viel arbeiten und das schließt teilweise auch die Wochenenden mit ein.
Jedoch, wie schon verschiedene andere schrieben, nehmen die Pläne zum Stricken und Nähen zusammen mit dem frühlingshaften Wetter nun auch Formen an. Dicke Stoffe und warmes Zeug haben erstmal Pause, nun weht es luftig und farbig auch in mein Nähzimmer hinein.

Stricken geht auch in Zeiten, in denen ich beruflich eingespannt bin. Mein Frühlingsjäckchen nimmt Gestalt an, ich hoffe, dass ich in zwei Wochen fertig bin. Gleichzeitig habe ich schon nach neuen Mustern Ausschau gehalten und ich habe in meinem bevorzugten Wollladen Nachschub an Wolle bestellt.
Das Strickmuster, dass mir ins Auge gefallen ist, heißt "Gesäte Erbsenlöcher" - das passt doch zum Frühjahr. Und wenn ich schon keinen Gemüsegarten habe...

Die nächste Strickjacke wird aber nicht schon wieder lila! Ich habe Wolle in grau bestellt.



Es ist aus einem Buch, dass ich mir im letzten Jahr kaufte. Darin gibt es eine Sammlung alter Strickmuster und diese haben so schöne Namen wie "Kapern", "Pantoffeltour", "Maurer und Schlosser", "Gitterwanzen".
Viele der Anleitungen sind in Reihen und in Runden angegeben (für alle, die einem Maurer Kniestrümpfe stricken wollen).




Mit dem Nähen ist das so eine Sache. Ich brauche sehr viel Zeit, bis ich endlich mit einem neuen Stück beginne. Und fast immer habe ich viele Bedenken und Zweifel in Bezug auf meine Fähigkeiten zu überwinden.
Ich hoffe, dass bei mir auch der Effekt eintritt, den manche Näherinnen beschreiben, dass mit Eröffnung ihres Blogs die Nähproduktion angekurbelt wird. Das würde mir gefallen, allerdings bin ich nicht darauf aus, möglichst viele Sachen im Schrank zu haben, sondern genug, um vielfältig kombinieren zu können.
(Was mir einen ungeheuren Respekt einflößt ist das Nähen eines Kleides. Da ist die Schwelle wirklich sehr hoch.)















Immerhin, gestern hängte mein Mann einen großen Spiegel im Nähzimmer auf, den ich mir schon lange gewünscht habe. Sehr groß! Aber ich finde ihn klasse.





 Und zwar so klasse, dass ich gleich einen Rock aus einem luftig-leichten Stoff begann. Ohne groß ein Drama vorher zu veranstalten. Beim Stecken der Falten hörte ich die Bundesliga-Konferenz, bangte um den Sieg von Werder und dachte einfach nicht an die vielen Lücken, die ich im Bereich "Nähen" noch habe.








Ich wünsche euch eine gute Woche, in welcher Ideen und deren Umsetzung sprudeln!