Sonntag, 19. März 2017

Frühlingsjäckchen -Knit-Along 2017: 1. Zwischentreffen

Zugegebenermaßen sieht es draußen nicht gerade frühlingsmäßig aus: es regnet Bindfäden und warm fühlt sich auch anders an! Bestes Wetter also, um ein gutes Stück weiterzukommen, mit dem Frühlingsjäckchen!

Ich habe Vorder- und Rückenteile fertig und die Hälfte eines Ärmels. In der Zwischenzeit hatte ich damit geliebäugelt, Raglanärmel zu stricken. Aber eigentlich stehen die mir nicht so gut und so gehe ich wieder nach meinem gewohnten Strickmodell vor.


Nach wie vor finde ich das Muster richtig toll, es ist nicht schwer zu stricken, auch wenn ich vor allem im unteren, breiten Stück die Strickschrift immer vor mir liegen hatte. Als ich den Rumpf dann geteilt hatte und die Abnahmen für Ärmel und den Halsausschnitt kamen, kannte ich mich gut genug aus, um nicht aus dem Takt zu kommen. 

Das weist schon auf eine Antwort hin, die ich zu den Fragen, die Sylvia oben nochmal angesprochen hat, geben kann: wenn Anleitung, dann nur mit Strickschrift. Ich bin wohl eher ein visueller Typ und komme mit der Reihe-für-Reihe-Anleitung nicht gut zurecht. Genau genommen stricke ich aber nicht nach Anleitungen, vor einigen Jahren habe ich eine Miette gestrickt, das fand ich sehr nervig und - sie hat ja Raglanärmel - sie passte mir nicht besonders gut. 
Ich kaufe mir durchaus auch mal Strickzeitschriften, aber die dienen nur der kreativen Anregung und Inspiration!
In den letzten beiden Wochen habe ich jedoch, auch durch die Modelle, die ihr so vorgestellt habt, nach Anleitungsbüchern bekannter Strick-Designerinnen gesucht. Ich konnte mich jedoch noch nicht entschließen, eines zu kaufen. 
Früher habe ich nur nach Anleitung gestrickt und bin da ziemlich unbedarft rangegangen! Ich habe selten eine Maschenprobe hergestellt und nichts umgerechnet, immer nach dem Motto: wird schon irgendwie passen. Passte aber leider fast nie und dementsprechend groß war dann auch der Frust, der mir über Jahre auch die Lust am Stricken nahm. Vor fünf Jahren ging ich das Thema noch einmal an, inzwischen mit den vielen Hilfen, Anregungen und Anleitungen aus dem Internet und habe ziemlich rasch passende Strickjacken hinbekommen. 
Da nach Anleitung zu stricken ja nicht unbedingt bedeutet, dass man das Teil einfach so herunter strickt, sondern sehr wohl auch Änderungen vornehmen muss, finde ich es fast einfacher, von vornherein die richtigen Maße, Maschen und Zentimeter auszurechnen. Das heißt aber nicht, dass ich das gerne tue! In meinem Zimmer liegt immer noch ein Jäckchen, das seit zwei Jahren auf seine Armkugeln wartet. 



Mit den Armkugeln halte ich so, dass ich beide Ärmel bis zum Armausschnitt stricke und dann nacheinander die Kugeln stricke. Obwohl ich es genau aufschreibe, wie die Abnahmen vorgenommen werden, bilde ich mir ein, dass ich das besser hinkriege, wenn ich beide in einem Schwung stricke. Die Ärmel meines Jäckchens sind glatt rechts und im Moment genieße ich es, einfach so vor mich hinzustricken. Manchmal schlage ich allerdings auch schon einen Ärmel an, wenn ich noch beim ersten Vorderteil bin. Denn gerade beim Vorderteil gibt es oft Stellen, die meine Konzentration fordern: Brustabnäher, Arm- und Halsausschnitt. Das geht nicht so nebenher. Und da ist es besser, noch ein unkompliziertes Strickstück an der Hand zu haben, wenn ich nebenbei einen Film schaue, oder mich unterhalte. Oder einfach nicht groß denken will :)

Dieser Beitrag wurde für das erste Zwischentreffen vom FJKA auf dem MMM-Blog erstellt. 

Mittwoch, 8. März 2017

MMM in 65% Trevira

Vor einiger Zeit brachte mir eine Freundin ein Stoffpaket vorbei, dass eine Auswahl an Kleiderstoffen für mich enthielt. Die verschiedenen Stoffe waren Teil eines Nachlasses, ich bin mir nicht mehr sicher, ob es aus einem ehemaliges Stoffgeschäft war oder aus dem Fundus einer Schneiderin.
Es waren einige sehr schöne Stoffe dabei, leider fast alle in kleineren Menge, aber für schmal geschnittene Röcke reichten sie.
Ich wollte gern noch einen Winterrock nähen und suchte dafür einen blauen, leicht ins petrol gehende Stoff aus. Es hing sogar noch ein Zettelchen daran:


Schon länger hatte ich mir auf einer Pinterest-Pinnwand verschiedene Röcke gemerkt, die glaube ich an die 60ger erinnern und ich machte mich daran, einen solchen Rock nachzunähen. Dazu erstellte ich mir endlich einen Formbund, auch das hatte ich schon länger vor. Dabei hielt ich mich an die Anleitung von Julia von Sewionista
Der Rock war vor zwei Wochen fertig, fehlte nur noch der Saum, aber zufrieden war ich irgendwie nicht, denn die Proportionen fand ich nicht stimmig. Eine Freundin, die vorbei kam, um den Saum abzupüstern, meinte schließlich, dass der Rock zu breit ausgestellt war. Also ging ich noch einmal an die Arbeit, trennte auf und verschmälerte das gute Stück. 


Er passt jetzt gut und kommt dem Inspirations-Rock sehr nahe. Die Passe, wie auch die kleinen Riegel, die nichts halten und nur fürs Auge aufgenäht sind, sind mit einer schwarzen Paspel eingefasst.




Leider ist das Licht nicht besonders gut, aber vielleicht könnt ihr erahnen, wie der Rock an der Frau aussieht:

Die schmalere Silhouette mag ich gern und ich im Moment sieht es so aus, als könnte ich den Winterrock noch das eine oder andere Mal tragen. 

Auf dem MMM-Blog geht es heute, am Weltfrauentag, wesentlich farbenprächtiger zu als bei mir. Zu gerne hätte ich auch ein Pussyhat getragen. Leider bin ich zur Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht besonders mobil und unter meinen Wollresten fand sich nichts Pinkes oder Rosafarbenes (außer ganz hell, aber ein bisschen knallig muss ein Pussyhat sein, finde ich).
Ich entdeckte jedoch bei Radio Bremen ein Gespräch über die Pussyhats, das ich sehr interessant fand. Und fest steht: ich stricke mir auf jeden Fall auch ein Pussyhat!




Sonntag, 5. März 2017

Welches Muster, welches Modell stricke ich?

Der kalendarische meteorologische Frühling ist da und mit ihm ein konkreter Plan fürs Frühlingsjäckchen! 

Zunächst einmal muss ich einen Fehler korrigieren! Denn der kalendarische Frühling fängt natürlich erst am 21.März an. Dagegen hat am 01.März der meteorologische Frühling begonnen. Da hat wohl der große Wunsch nach Frühling meine Finger beim Tippen geleitet.
Nichtsdestotrotz hatten wir gestern einen wunderbaren Frühlingstag mit Blümchen pflanzen und Kaffee im Freien, da blieben die Nadeln zwar ruhig, trotzdem bin ich mit meinem Fortschritt mehr als zufrieden!
Ich habe mich für die Jacke aus Cotton-Merino in Tweed-Optik und mit Rautenmuster entschieden. Mir gefällt das Muster sehr gut, ich finde es passt hervorragend zu dem Garn! Außerdem bin ich auch positiv überrascht, wie gut sich die Wolle stricken lässt. Vor ca. drei Jahren verarbeitete ich sie schon einmal und fand, dass sie ein bisschen stumpf auf den Stricknadeln saß und sich nicht gut hin- und herschieben ließ. Umso besser, dass es diesmal anders ist.
Die Jacke stricke ich von unten nach oben, habe Rücken- und Vorderteile in einem Stück angeschlagen, um das Muster schön durchlaufen zu lassen.


Ich stricke wieder nach individueller Anpassung. Das heißt, ich rechne selber aus, wie viele Maschen und Reihen ich brauche. Als Vorlage dienen meistens schon fertige Strickjacken. Bei figurnahen Jacken muss ich einen Brustabnäher stricken, das Frühlingsjäckchen sitzt jedoch ein bisschen lockerer, da spare ich mir das (was bei dem Muster wohl auch die bessere Wahl ist).

Da ich mittlerweile schon ziemlich weit bin, hege ich den Wunsch, das Jäckchen mit der Cool Wool zumindest noch im Rahmen des Knit-Alongs zu beginnen. (Ich lehne mich also nicht ganz so weit aus dem Fenster und halte nur die Nase raus!)

Sylvia zeigt einige Musterbücher, die sie immer wieder verwendet, wenn sie ein neues Strickstück plant. Mein Rautenmuster habe ich aus diesem Buch:


Ich glaube, es hat mittlerweile einen neuen Umschlag, aber die gute Auswahl an Mustern ist geblieben. 
Vor Jahren erstand ich dieses Buch, gebraucht und für teuer Geld, und mir scheint, dass Sylvias Hefte von Schachenmayr in folgendes Buch gepackt wurden:


Es enthält wirklich viele Anregungen, auch wenn ich, wie Sylvia damit hadere, dass keine Strickschriften vorhanden sind.


Und diese beiden möchte ich euch auch nicht vorenthalten. Aus dem "Großmutter-Buch" strickte ich schon einige Muster und das andere war ein Flohmarktfund im September, den ich total vergessen hatte. Erst als ich für euch die Musterbücher zusammensuchte, fiel es mir wieder in die Hände. Ich glaube, es ist ein gutes Strickbuch, enthält neben Mustern auch andere Strickanleitungen. 



Und wie sieht es bei euch aus? 
Habt ihr eine Entscheidung getroffen, gibt es schon einige Zentimeter Gestricktes?

Dieser Post erscheint natürlich auch auf dem MMM-Blog!