Donnerstag, 12. Oktober 2017

Herbstjacken Knit Along: Ideen, Ideen, Ideen

Draußen windet es und das Leben findet mehr und mehr im Haus statt. Die Zeit der Strickjacken ist gekommen (eigentlich brauche ich sie ganzjährig!). Um so größer meine Freude, als ich auf Monikas Blog entdeckte, dass sie ein Knit Along organisiert! Stricken in großer Runde macht viel Spaß und hilft einem auch über manche Motivations-Durststrecken hinweg.
Ich habe zwei Projekte im Visier. Ein sehr vernünftiges und ein Herzens-Projekt.
Das vernünftige wäre eine schwarze Strickjacke fertig zu stricken, die ich im letzten Winter angefangen hatte, aber dann mit dem Beginn des Frühlingsjäckchen-Knit-Along in einen Karton zum Übersommern legte. Schwarze Jacken sind bei mir im Dauereinsatz. Ich habe eine aus dünner Merino und eine aus dicker Nepalwolle. Die angefangene würde genau dazwischen liegen und ich bin mir sicher, sie wird gern und viel getragen werden.


Das Rückenteil ist fertig und das erste Vorderteil ein Stück gestrickt. Das Muster ist von Sylvia, ich muss mich da wieder reinfummeln aber das klappt schon.

Nun zu meinem Herzensprojekt. Es begann im Sommer in Dänemark (in dem es zwar gefühlt Herbst, aber trotzdem wunderschön war). Unweit unseres kleinen einfachen Häuschens gibt es einen wunderbaren Wollladen mit dänischer Wolle. Die fühlt sich noch einmal anders an als die meiste Wolle hier in Deutschland und das ist eine sehr willkommene Abwechslung! Ich war in den zwei Wochen vier bis fünf Mal dort und habe jedes Mal etwas mitgenommen. Für einen Strickmantel aus diesem petrolfarbenen Garn habe ich zugegebenermaßen eine Menge Geld dort gelassen aber schon die Maschen- und Musterproben zeigen, dass ich dieses Material sehr gern verstricke. 



Die Farbe wird auf diesem Foto
besser wiedergegeben
Seit einigen Wochen suche ich nun nach einer guten Anleitung, oder eher Anregung. Denn es gilt zu entscheiden, wie lang der Mantel sein soll, eher enganliegend oder A-förmig geschnitten, wie die Musterverteilung sein soll. Zumindest habe ich schon mal zwei Muster ausprobiert und ich bin offen für Vorschläge! Das rechte Muster ist sehr schön zu stricken, nicht zu kompliziert, aber vielleicht fast ein bisschen klein für so ein großes Strickteil. Das linke gefällt mir auch sehr gut, ich muss allerdings wesentlich konzentrierter an die Arbeit gehen. Als Test habe ich gleich mal einen Fehler in die Probe gestrickt. 
Auch Monika plant eine lange Strickjacke und die Modelle, die sie ins Auge gefasst hat, gefallen mir ebenfalls sehr gut. 
Ich werde also an der vernünftigen schwarzen Strickjacke stricken und dabei meine Gedanken schweifen lassen.... 





Lieben Gruß von Luise!




Mittwoch, 28. Juni 2017

MMM im Rock, der erst Skepsis auslöste

Vor einer halben Stunde kam ich von einem Spaziergang durch nasse Wiesen und Wege zurück. Ich guckte im Spiegel auf meinen durchnässten Rocksaum und dachte: das wäre mal ein Alltagsfoto zum MeMadeMittwoch!


Und Bitteschön: ein Blumenrock, dessen Fertigstellung ich mit gerunzelter Stirn entgegengenähte. Aber nach einigen Wochen kann ich sagen: er ist toll und trägt sich hervorragend! Luftig bei Wärme durch den Leinenanteil im Stoff. Dieser lag seit etwa sieben Jahren im Stoffschrank und nun kam er endlich zum Zuge. Nach Fertigstellung dachte ich zuerst, ich hätte einfach einen falschen Schnitt für den Stoff gewählt. Aber mein Mann und noch einige andere redeten mir gut zu, dass der Rock okay ist.


Der Schnitt ist übrigens der gleiche wie beim Blumenrock im Mai: aus der Fashion Style 02/15. 
Entschuldigt bitte die schlechten Fotos, es war eine sehr spontane Entscheidung, heute noch beim MMM mitzumachen. Voll aus dem Leben (bei hoher Regenwahrscheinlichkeit) eben!



Dazu trage ich meine Strickjacke, die ich im Rahmen des Frühlingsjäckchen-Knit-Along 2014 strickte. Sie ist in diesem Frühling und Sommer ständig im Einsatz. Grau ist halt eine vielseitige Farbe! 
Ich wünsche euch eine gute Woche!

Mittwoch, 3. Mai 2017

Geblümt beim MMM




Das Motto auf dem MMM-Blog passt hervorragend zu meinem neuen Rock! Den Jersey-Stoffrest fand ich bei einem kleinen Bummel durch die Stadt. Es waren leider nur noch etwa 1,20 m, zu wenig also für ein Sommerkleid, aber genug für einen Rock. Ich stellte mir natürlich einen schön schwingenden Rock vor und fand in der Fashion Style 02/15, Modell14 den richtigen Schnitt. Er hat je fünf Kellerfalten im Vorder- und Rückteil, also genau mein Beuteschema! 


Das langen Wochenende verbrachte ich nach Basel bei einer Freundin und das war Ansporn, den Rock rechtzeitig fertig zu haben. Die letzten Handnähte machte ich kurz vor dem ersten Ausführen!
Am Samstag fand ich auf einem Flohmarkt sogar noch eine passende (Blumen!)-Mütze zum Rock!
Ich finde den Rock wirklich schön, allein der Bund ist nicht so optimal. Der Beleg ist ebenfalls aus Jersey und das macht das Ganze ziemlich labberig. 


Doch wenn ein Kleidungsstück gefällt, gehe ich gern noch einmal bei, um es passender zu machen. Außerdem plane ich einen schwarzen Rock aus Viskose mit genau diesem Schnitt. 
Und hier noch einmal ein malerisches Foto vom Stoff:


Ich wünsche euch allen einen blumigen Mittwoch, hoffentlich kommt ein bisschen die Sonne heraus, wer weiß, vielleicht locken wir sie mit unseren schönen Frühlingskleidern beim MMM!






Sonntag, 16. April 2017

Frühlingsjäckchen-Knit-Along 2017: Finale!


Gut gelaunt zeige ich euch mein Frühlingsjäckchen. Gute Laune macht sie, weil ich sie schon einige Male getragen habe und sie mir sehr gut gefällt. 



Auf der Zugfahrt zur Pilgerwanderung nähte ich noch die Knöpfe an, von unterwegs gibt es ansonsten keine Fotos mehr. 

Das ist schade, aber ich hatte die Jacke nur abends an, wenn wir uns nach unserer Tagestour gestärkt haben. Ich ärgere mich jetzt schon ein bisschen, dass ich keine Fotos vom Frühlingsjäckchen in der wunderbaren Frühjahrs-Natur gemacht habe.
Den Jeansrock, der, schon zugeschnitten, auf freie Zeit wartet (ich hoffe auf morgen) passt sicher gut dazu, auch einige meiner Hosen. Und auch der neue Wickelrock aus der Burda 2/16, den ich schon lang auf dem Zettel hatte gefällt mir sehr dazu. Vom Rock kann ich allerdings noch keinen Tragebericht geben. Da habe ich gestern kurz vor dem Fotografieren noch die letzten Knöpfe angenäht.


Beim Zusammennähen der Ärmel gab es noch ein Malheur. Ich wollte - ganz fleißiges Mädchen - die Ärmel per Hand zusammennähen, aber das klappte irgendwie nicht gut und sah richtig blöde aus. Entnervt trennte ich die Naht wieder auf und schnitt dabei voller Ungeduld in eine Randmasche statt in den Nähstich. Es war natürlich zu reparieren aber zu diesem Zeitpunkt bereitete mir die Jacke keine gute Laune! Schließlich nähte ich die Ärmel mit der Nähmaschine zusammen, das ging schnell und es sieht hervorragend aus!


Am 14.05.17 findet das Finale der Herzen statt. Vielleicht schaffe ich noch meine Strickjacke, die ich aber erst gestern begonnen habe. Bis dahin sage ich allen, die mitgemacht haben vielen Dank und vor allem auch Sylvia, die zur Zeit sehr viel zu tun hat. Es war wieder eine sehr gute Zusammenarbeit!

Wie weit andere Strickerinnen sind, erfahrt ihr auf dem MMM-Blog!





Sonntag, 2. April 2017

Frühlingsjäckchen-Knit-Along 2017 - 2. Zwischentreffen



"Nun ist es ganz offiziell Frühling und dank Zeitumstellung können wir abends lange im Hellen stricken. Oder ist die Stricklust ein wenig ermüdet? Oder habe ich das fertige Jäckchen schon ausgeführt?"

Beim ersten Zwischentreffen war ich sehr begeistert, wie engagiert die meisten von euch noch unterwegs waren. Also von Strickunlust war da nichts zu spüren! Viele sind gut voran gekommen, aber das ist nicht das entscheidende. Wichtig ist, dass ihr mit guter Laune strickt oder häkelt und die Vorfreude mit dem Jäckchen wächst.
Inzwischen haben die meisten bestimmt auch mal auf der Terrasse/Balkon oder im Park gestrickt, denn wir hatten ja nun einige wunderschöne Frühlingstage.

Ich bin mit Stricken fertig. Nun warten einige Fäden aufs Vernähen und die Ärmel müssen noch zusammen- und dann eingenäht werden. Danach umhäkele ich wahrscheinlich noch die Abschlusskante des Ausschnitts und muss Knöpfe annähen. Leider habe ich in meinem Fundus keine passenden Knöpfe gefunden. Schade, die müssen einfach nur grau sein, aber da war nix dabei. Zum Glück muss ich unter der Woche mal nach Bremen und habe einen Termin in der Nähe eines kleinen Handarbeitslädchen, das eine sehr gute Knopfauswahl bietet.
Bis zum Finale hatte ich eigentlich noch geplant, einen passenden Rock zum Frühlingsjäckchen zu nähen. Das wird wohl nichts, denn in meiner Urlaubswoche vor Ostern bin ich unterwegs. Aber vielleicht passt meine fertige Strickjacke in den Rucksack und ich kann Tragefotos auf dem Pilgerweg von Göttingen nach Volkenroda machen.


Zum Thema "Anpassen", welches wir vor zwei Wochen bewegt haben, passt meine Armkugel. Ich nehme gleich am Anfang ein paar mehr Maschen ab, damit der Arm nicht so "bollerig" wird. Ansonsten komme ich mit der Anleitung von Tichiro zum Ausrechnen der Kugel bestens zurecht.


Wie ist es den anderen Strickerinnen ergangen? Das könnt ihr auf dem MMM-Blog sehen!

Sonntag, 19. März 2017

Frühlingsjäckchen -Knit-Along 2017: 1. Zwischentreffen

Zugegebenermaßen sieht es draußen nicht gerade frühlingsmäßig aus: es regnet Bindfäden und warm fühlt sich auch anders an! Bestes Wetter also, um ein gutes Stück weiterzukommen, mit dem Frühlingsjäckchen!

Ich habe Vorder- und Rückenteile fertig und die Hälfte eines Ärmels. In der Zwischenzeit hatte ich damit geliebäugelt, Raglanärmel zu stricken. Aber eigentlich stehen die mir nicht so gut und so gehe ich wieder nach meinem gewohnten Strickmodell vor.


Nach wie vor finde ich das Muster richtig toll, es ist nicht schwer zu stricken, auch wenn ich vor allem im unteren, breiten Stück die Strickschrift immer vor mir liegen hatte. Als ich den Rumpf dann geteilt hatte und die Abnahmen für Ärmel und den Halsausschnitt kamen, kannte ich mich gut genug aus, um nicht aus dem Takt zu kommen. 

Das weist schon auf eine Antwort hin, die ich zu den Fragen, die Sylvia oben nochmal angesprochen hat, geben kann: wenn Anleitung, dann nur mit Strickschrift. Ich bin wohl eher ein visueller Typ und komme mit der Reihe-für-Reihe-Anleitung nicht gut zurecht. Genau genommen stricke ich aber nicht nach Anleitungen, vor einigen Jahren habe ich eine Miette gestrickt, das fand ich sehr nervig und - sie hat ja Raglanärmel - sie passte mir nicht besonders gut. 
Ich kaufe mir durchaus auch mal Strickzeitschriften, aber die dienen nur der kreativen Anregung und Inspiration!
In den letzten beiden Wochen habe ich jedoch, auch durch die Modelle, die ihr so vorgestellt habt, nach Anleitungsbüchern bekannter Strick-Designerinnen gesucht. Ich konnte mich jedoch noch nicht entschließen, eines zu kaufen. 
Früher habe ich nur nach Anleitung gestrickt und bin da ziemlich unbedarft rangegangen! Ich habe selten eine Maschenprobe hergestellt und nichts umgerechnet, immer nach dem Motto: wird schon irgendwie passen. Passte aber leider fast nie und dementsprechend groß war dann auch der Frust, der mir über Jahre auch die Lust am Stricken nahm. Vor fünf Jahren ging ich das Thema noch einmal an, inzwischen mit den vielen Hilfen, Anregungen und Anleitungen aus dem Internet und habe ziemlich rasch passende Strickjacken hinbekommen. 
Da nach Anleitung zu stricken ja nicht unbedingt bedeutet, dass man das Teil einfach so herunter strickt, sondern sehr wohl auch Änderungen vornehmen muss, finde ich es fast einfacher, von vornherein die richtigen Maße, Maschen und Zentimeter auszurechnen. Das heißt aber nicht, dass ich das gerne tue! In meinem Zimmer liegt immer noch ein Jäckchen, das seit zwei Jahren auf seine Armkugeln wartet. 



Mit den Armkugeln halte ich so, dass ich beide Ärmel bis zum Armausschnitt stricke und dann nacheinander die Kugeln stricke. Obwohl ich es genau aufschreibe, wie die Abnahmen vorgenommen werden, bilde ich mir ein, dass ich das besser hinkriege, wenn ich beide in einem Schwung stricke. Die Ärmel meines Jäckchens sind glatt rechts und im Moment genieße ich es, einfach so vor mich hinzustricken. Manchmal schlage ich allerdings auch schon einen Ärmel an, wenn ich noch beim ersten Vorderteil bin. Denn gerade beim Vorderteil gibt es oft Stellen, die meine Konzentration fordern: Brustabnäher, Arm- und Halsausschnitt. Das geht nicht so nebenher. Und da ist es besser, noch ein unkompliziertes Strickstück an der Hand zu haben, wenn ich nebenbei einen Film schaue, oder mich unterhalte. Oder einfach nicht groß denken will :)

Dieser Beitrag wurde für das erste Zwischentreffen vom FJKA auf dem MMM-Blog erstellt. 

Mittwoch, 8. März 2017

MMM in 65% Trevira

Vor einiger Zeit brachte mir eine Freundin ein Stoffpaket vorbei, dass eine Auswahl an Kleiderstoffen für mich enthielt. Die verschiedenen Stoffe waren Teil eines Nachlasses, ich bin mir nicht mehr sicher, ob es aus einem ehemaliges Stoffgeschäft war oder aus dem Fundus einer Schneiderin.
Es waren einige sehr schöne Stoffe dabei, leider fast alle in kleineren Menge, aber für schmal geschnittene Röcke reichten sie.
Ich wollte gern noch einen Winterrock nähen und suchte dafür einen blauen, leicht ins petrol gehende Stoff aus. Es hing sogar noch ein Zettelchen daran:


Schon länger hatte ich mir auf einer Pinterest-Pinnwand verschiedene Röcke gemerkt, die glaube ich an die 60ger erinnern und ich machte mich daran, einen solchen Rock nachzunähen. Dazu erstellte ich mir endlich einen Formbund, auch das hatte ich schon länger vor. Dabei hielt ich mich an die Anleitung von Julia von Sewionista
Der Rock war vor zwei Wochen fertig, fehlte nur noch der Saum, aber zufrieden war ich irgendwie nicht, denn die Proportionen fand ich nicht stimmig. Eine Freundin, die vorbei kam, um den Saum abzupüstern, meinte schließlich, dass der Rock zu breit ausgestellt war. Also ging ich noch einmal an die Arbeit, trennte auf und verschmälerte das gute Stück. 


Er passt jetzt gut und kommt dem Inspirations-Rock sehr nahe. Die Passe, wie auch die kleinen Riegel, die nichts halten und nur fürs Auge aufgenäht sind, sind mit einer schwarzen Paspel eingefasst.




Leider ist das Licht nicht besonders gut, aber vielleicht könnt ihr erahnen, wie der Rock an der Frau aussieht:

Die schmalere Silhouette mag ich gern und ich im Moment sieht es so aus, als könnte ich den Winterrock noch das eine oder andere Mal tragen. 

Auf dem MMM-Blog geht es heute, am Weltfrauentag, wesentlich farbenprächtiger zu als bei mir. Zu gerne hätte ich auch ein Pussyhat getragen. Leider bin ich zur Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht besonders mobil und unter meinen Wollresten fand sich nichts Pinkes oder Rosafarbenes (außer ganz hell, aber ein bisschen knallig muss ein Pussyhat sein, finde ich).
Ich entdeckte jedoch bei Radio Bremen ein Gespräch über die Pussyhats, das ich sehr interessant fand. Und fest steht: ich stricke mir auf jeden Fall auch ein Pussyhat!




Sonntag, 5. März 2017

Welches Muster, welches Modell stricke ich?

Der kalendarische meteorologische Frühling ist da und mit ihm ein konkreter Plan fürs Frühlingsjäckchen! 

Zunächst einmal muss ich einen Fehler korrigieren! Denn der kalendarische Frühling fängt natürlich erst am 21.März an. Dagegen hat am 01.März der meteorologische Frühling begonnen. Da hat wohl der große Wunsch nach Frühling meine Finger beim Tippen geleitet.
Nichtsdestotrotz hatten wir gestern einen wunderbaren Frühlingstag mit Blümchen pflanzen und Kaffee im Freien, da blieben die Nadeln zwar ruhig, trotzdem bin ich mit meinem Fortschritt mehr als zufrieden!
Ich habe mich für die Jacke aus Cotton-Merino in Tweed-Optik und mit Rautenmuster entschieden. Mir gefällt das Muster sehr gut, ich finde es passt hervorragend zu dem Garn! Außerdem bin ich auch positiv überrascht, wie gut sich die Wolle stricken lässt. Vor ca. drei Jahren verarbeitete ich sie schon einmal und fand, dass sie ein bisschen stumpf auf den Stricknadeln saß und sich nicht gut hin- und herschieben ließ. Umso besser, dass es diesmal anders ist.
Die Jacke stricke ich von unten nach oben, habe Rücken- und Vorderteile in einem Stück angeschlagen, um das Muster schön durchlaufen zu lassen.


Ich stricke wieder nach individueller Anpassung. Das heißt, ich rechne selber aus, wie viele Maschen und Reihen ich brauche. Als Vorlage dienen meistens schon fertige Strickjacken. Bei figurnahen Jacken muss ich einen Brustabnäher stricken, das Frühlingsjäckchen sitzt jedoch ein bisschen lockerer, da spare ich mir das (was bei dem Muster wohl auch die bessere Wahl ist).

Da ich mittlerweile schon ziemlich weit bin, hege ich den Wunsch, das Jäckchen mit der Cool Wool zumindest noch im Rahmen des Knit-Alongs zu beginnen. (Ich lehne mich also nicht ganz so weit aus dem Fenster und halte nur die Nase raus!)

Sylvia zeigt einige Musterbücher, die sie immer wieder verwendet, wenn sie ein neues Strickstück plant. Mein Rautenmuster habe ich aus diesem Buch:


Ich glaube, es hat mittlerweile einen neuen Umschlag, aber die gute Auswahl an Mustern ist geblieben. 
Vor Jahren erstand ich dieses Buch, gebraucht und für teuer Geld, und mir scheint, dass Sylvias Hefte von Schachenmayr in folgendes Buch gepackt wurden:


Es enthält wirklich viele Anregungen, auch wenn ich, wie Sylvia damit hadere, dass keine Strickschriften vorhanden sind.


Und diese beiden möchte ich euch auch nicht vorenthalten. Aus dem "Großmutter-Buch" strickte ich schon einige Muster und das andere war ein Flohmarktfund im September, den ich total vergessen hatte. Erst als ich für euch die Musterbücher zusammensuchte, fiel es mir wieder in die Hände. Ich glaube, es ist ein gutes Strickbuch, enthält neben Mustern auch andere Strickanleitungen. 



Und wie sieht es bei euch aus? 
Habt ihr eine Entscheidung getroffen, gibt es schon einige Zentimeter Gestricktes?

Dieser Post erscheint natürlich auch auf dem MMM-Blog!









Sonntag, 26. Februar 2017

FJKA 2017 Ideen, Inspiration, Überlegungen - was wäre möglich, was ist nötig?


Heute geht es also los mit unserem Knit-Along.
Ich gebe euch, wie Sylvia, einen kleinen Einblick in die bisher gestrickten Frühlingsjäckchen.

2014 strickte ich zum ersten Mal "in Gruppe" auf meinem neu errichteten Blog. Ich schaffte sogar bis zum Finale der Herzen eine zweite Jacke.

2014: lila

Wolle: Merino superfein von Lana Grossa

Die Wolle ist eine ziemlich sichere Bank. Ich trage diese Strickjacke zwar nicht so oft, habe aber aus diesem Garn noch andere Jacken und bin sehr zufrieden!

Ebenfalls 2015

Gleiches Garn wie das lila Jäckchen!
Im Jahr danach strickte ich wieder in grau. Ich probierte eine neue Strickrichtung aus, diese Strickjacke ist quer gestrickt. Das Garn ist ein Urlaubsmitbringsel aus Dänemark. Die Jacke ist federleicht und wärmt trotzdem gut und ich trage sie im Frühling/Sommer recht häufig. Das Garn ist toll, aus dem Weihnachtsurlaub in DK brachte ich mir das Mohairgarn wieder mit. Die Jacke pillt ein bisschen, es ist aber erträglich!
2015

Wolle: "Mohair by canard" und "Alpaca von Qoperfina"


In diesem Jahr habe ich folgende Überlegungen:



Eine zweifarbige Jacke habe ich erst einmal in meinem Schrank. Die Idee stammt noch aus dem letzten Jahr. Die Wolle ist Cotton-Merino in den Farben Jeansblau und Pistazie. 


Cool-Wool von Lana Grossa ist auch eins meiner Lieblingsgarne. In diesem zarten grau-blau kann ich mir sehr gut ein Jäckchen vorstellen. Von den beiden Mustern gefällt mir das obere sehr. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob die tiefer eingestochenen Maschen eventuell viel Garn verbrauchen. Es kam mir so vor, als ich Maschenprobe strickte.


In meinem Wollvorrat fand ich auch diese Cotton-Merino. Das melierte Garn kann ich mir sehr gut für eine etwas sportlichere Jacke vorstellen. Das Rautenmuster spricht mich jedenfalls schon mal sehr an.

Und hier geht es zum MMM-Blog, an dem heute und in den kommenden sechs Tagen Ideen und Überlegungen gezeigt werden!

Sonntag, 19. Februar 2017

Frühlingsjäckchen-Knit-Along 2017 - Wer strickt mit?



FJKA - was war das noch einmal?
Fast schon so traditionell wie das Weihnachtskleid, klapperten in den vergangenen Jahren ab Februar/März die Stricknadeln, um ein hübsches, frisches Jäckchen für die Kleider, Röcke und Hosen, die im Kleiderschrank auf wärmeres Wetter warten, zu produzieren.

Sylvias Frühlings-Jäckchen von 2014

Für alle also, die gern mit Stricknadeln hantieren und in schöner Wolle schwelgen, gibt es eine gute Nachricht:
In diesem Jahr findet auf dem MMM-Blog wieder ein Frühlings-Knit-Along statt, begleitet von Sylvia von Frauenoberbekleidung und Luise. Nachdem wir beide uns im Herbst als Strick-Team erprobt haben, laden wir (und das nicht ganz uneigennützig) euch herzlich ein, bis zum Ostersonntag ein wärmendes Jäckchen zu stricken. Das gehört doch eigentlich zum Jahreslauf wie der Frühlingsputz, macht aber viel mehr Spaß.
Wir haben uns folgenden Zeitplan überlegt:
26. Februar: 
Ideen, Inspiration, Überlegungen - was wäre möglich, was ist nötig?
05. März:
Der kalendarische Frühling ist da und mit ihm ein konkreter Plan fürs Frühlingsjäckchen! Welches Muster, welches Modell werde ich stricken? Welche Wolle verwende ich?
19. März:
Erstes Zwischentreffen und ich bin gut im (Strick)-Fluss.
Oh nein! Da gibt es einige Schwierigkeiten und aufgetrennte Reihen...
02. April:
Nun ist es ganz offiziell Frühling und dank Zeitumstellung können wir abends lange im Hellen stricken! Oder ist die Stricklust ein wenig ermüdet? Oder habe ich das fertige Jäckchen schon ausgeführt?
16. April:
Draußen scheint hoffentlich die Frühlingssonne und wir können gut gekleidet beim Osterspaziergang flanieren!

Der Zeitplan scheint ja großzügig, aber wer weiß, vielleicht braucht die eine oder andere doch ein wenig mehr Spielraum. Kein Problem:
Finale der Herzen am 14. Mai

Wie sieht es aus? Juckt es schon in euren Fingern? Geht ihr im Geiste eure Wollvorräte durch? Kramt ihr die Strickhefte- und Bücher hervor? Seid ihr dabei?
Wir freuen uns!

Ganz liebe Grüße von
Sylvia und Luise



Meike hatte 2014 gute Spielregeln ausgearbeitet, die wir gar nicht ändern wollen:

Frühlingsjäckchen Knit Along Regeln

   Wer mit machen möchte, schreibt im eigenen Blog und verlinkt diese Posts hier zu den Knit Along Treffen in der Linkliste. Je mehr du uns erzählst oder fragst, um so interessanter wird es für alle. 
   Wenn du dich in der Linkliste verlinkst, dann verweise bitte mit einem Link auf den Me Made Mittwoch Blog und den Knit Along Post. 
   Obwohl es Knit Along heißt, sind auch gehäkelte Jacken oder Westen ohne Ärmel mit Frühlingsjäckchen gemeint.
   Zu den jeweiligen Terminen gibt es ein Thema oder Fragen, die beantwortet werden können. Auch wenn du noch nicht so weit bist, freuen wir uns, wenn du uns einen Zwischenbericht gibst. 
   Der Grat zwischen Anleitungs- oder Materialempfehlungen und Werbung ist schmal. Bitte achtet mit Feingefühl auf den Unterschied und vermeidet Werbung. 
   Falls du bei twitter bist, dann kannst du auch zwischen den Treffen mit dem Hashtag #FJKA mit uns im Austausch sein und schnelle Hilfe, bei drängenden Fragen bekommen. 

P.S. Und seid vorsichtig mit fremden Bildern - im Zweifelsfall vorher nachfragen, ob ihr das Bild benutzen dürft. 


Sonntag, 5. Februar 2017

Gedanken und Pläne

Sehr spontan schreibe ich diesen Post, ich habe Lust ein wenig von dem mitzuteilen, was mich grad beschäftigt.
Ganz obenauf bin ich noch sehr erfüllt vom gestrigen Samstagabend. Wir hatten - auch spontan! - einige Freunde eingeladen, mit uns einen "Hannah-Arendt-Abend" zu verbringen. Vorausgegangen war, dass der Liebste und ich auf arte zwei Filme über die politische Theoretikerin, wie sie sich selbst nennt, sahen und daraufhin beschlossen, diese mit anderen Menschen zusammen zu sehen und anschließend zu diskutieren.
Die Aussage "Das Böse ist ein Oberflächenphänomen. Wir widerstehen dem Bösen nur dann, wenn wir nachdenklich bleiben." sprach mich direkt an, denn die Geschehnisse auf dieser Welt bewirken, dass ich sehr viel überlege, wie ich damit umgehe. Und ein Austausch mit anderen, ein gemeinsames "Nachdenklich bleiben" ist auf jeden Fall  inspirierend.
Einige der schnell zusammen getrommelten hatten Zeit, jedoch alle angeschriebenen gaben uns die Rückmeldung: Gute Idee!
Und so verbrachten wir einen höchst intensiven und auch sehr persönlichen Abend, der mit der Dokumentation "Hannah Arendt und die Pflicht zum Ungehorsam" (noch bis Dienstag, 07.02.17 bei arte) begann und in einem langen Gespräch über den persönlichen Umgang mit diskriminierenden Taten und Äußerungen, staatlicher Gewalt und Einschränkungen und möglichen Einflussnahmen endete.
Ich ermuntere ausdrücklich dazu, solche Gespräche mit Menschen zu initiieren, denn so bekommen wir die Gelegenheit, zu argumentieren, zu diskutieren, zu bedenken und neues zu entdecken. Das kommt im normalen Alltag nicht mehr allzu häufig vor, oder? Außerdem habe ich wieder gemerkt, wie viel besser ein Gespräch im wirklichen, realen Raum funktioniert. Auch gegensätzliche Meinungen können ausdiskutiert werden. Denn streiten ist etwas sehr wichtiges im menschlichen Zusammensein. Nur gelingt es virtuell sehr viel schwerer bis überhaupt nicht in meinen Augen.



Und Pläne?
Außer meine Diskussions- und Streitfähigkeit zu fördern, schmiede ich einige Frühlingspläne.
Aus dem Jeansstoff, der hier schon seit zwei Jahren liegt, möchte ich mir einen ersten Frühlingsrock nähen. Allerdings gibt es auch noch den zugeschnittenen Rock für den Rest-Winter.



Und Gestricktes ist natürlich auch in Planung!


Draußen zwitschern schon die ersten Vögel und Tulpen haben hier im Haus auch Einzug gehalten. Schließlich war am Donnerstag Lichtmess (wenn auch mit dem falschen Wetter) und das nahm ich zum Anlass, die ersten Frühlingsgarne aus der Vorratskiste zu holen. Die Maschenprobe ist noch vom letzten Jahr, gefällt mir jedoch immer noch! Das ganze wird demnächst näher besprochen und beguckt und zwar nicht nur auf meinem Blog, hoffe ich!
Ich wünsche euch noch einen frohen Sonntag!


Mittwoch, 18. Januar 2017

Zu Gast beim MMM!

Heute begrüße ich euch auch auf dem MeMadeMittwoch-Blog! Die fabelhaften Frauen aus dem MMM-Team laden regelmäßig Gast-Bloggerinnen  ein die Parade derjenigen anzuführen, die Kleidung für sich selbst herstellen, und heute habe ich den Job.

Ich weiß seit ca. sechs Wochen dass ich heute Vortänzerin bin und ich hatte sofort eine Idee, in welchem Gewand ich das tun wollte. 
Doch nun - zweitens kommt es anders als man erstens denkt - hat meine Geschichte eher mit diesen kleinen gemeinen Werkzeugen zu tun. 



Gut oder schlecht, den Nahttrenner zu brauchen? Im Weihnachtsrätsel 2015 war er auch Gegenstand des Ratens und ich weiß noch, wie in mir der Satz "Er hat zerstörerisches Potential und trotzdem liebe ich ihn, weil sich Dinge durch ihn zum Guten wenden" hängen geblieben ist. Denn tatsächlich ist es doch so, dass es letzten Endes wunderbar ist, wenn wir etwas verändern können, damit unser selbstgenähtes Kleidungsstück besser sitzt und passt!
Soweit die sachlich-nüchterne Analyse. Doch ich behaupte ja mal, es passieren regelmäßig DRAMEN an den Nähtischen und bis man sich wieder gefangen hat braucht es verständnisvolle Partner und Partnerinnen, Schokolade oder Gummibärchen oder einen Marsch durch Wald und Wiesen. Je nachdem, welche Regulierungsmaßnahmen jede/r so für sich drauf hat!
Ich habe jedenfalls gefühlt kilometerlange und äußerst verzwickte Nähte aufgetrennt, um ein bestimmtes Kleid fertig zu stellen. Die Aussicht, es hier zu präsentieren motivierte mich immer wieder und ich blieb lange relativ gelassen. Genützt hat es letztlich - nicht! Das muss ich betrübt mitteilen. Das Kleid ist noch nicht gestorben, aber wir brauchen mal eine Pause voneinander. 

Die Lösung, und es ist sowieso eine der besten!, ist, ein gut eingetragenes Kleidungsstück zum Mittelpunkt des Vortanzens zu küren. 


Dieser Rock ist wirklich eins meiner Lieblingsstücke. Wenn ich damit unterwegs bin, werde ich fast immer darauf angesprochen.  Der Stoff, eine Gardine aus den Fünfzigern, die ich auf dem Flohmarkt fand, ist toll. Die Farben, die Haptik, das Muster sind einfach wunderbar. 



Doch er hatte  einen Fehler: er war zu weit und das hielt mich oft davon ab, ihn zu tragen.Ohne Gürtel saß der Rock auf der Hüfte, das mochte ich nicht und mit Gürtel musste ich dauernd an dem Rock zuppeln, das nervte.



Also war die Frage, ob ich nachträglich noch Gürtelschlaufen annähe, damit der Gürtel nicht verrutscht oder das Stück teilweise auftrenne und enger nähe. Ihr ahnt bestimmt, für welche Lösung ich mich entschieden habe.


Da der Nahttrenner und ich in den vergangenen Wochen schon so eine intensive Bindung aufgebaut haben, nutzte ich dies, um mich der unbeliebten Auftrennerei zu stellen. Doch ich gebe zu, es ist wesentlich einfacher, selbstgenähte Kleidungsstücke aufzutrennen und wieder in einzelne Teile zu zerlegen als gekaufte Kleidung. 

Und nach zwei Stunden war mein Rock wirklich passend! Ich konnte ihn am Samstagabend zum Theater in der hiesigen Schule anziehen, wo ich prompt darauf angesprochen wurde! 
Diese Fotos sind allerdings am Sonntag während des Spaziergangs entstanden. 





Den Schnitt habe ich selbstgemacht. Einfach ein Rechteck, je vorne und hinten fünf Kellerfalten, einen 6 cm breiten Bund annähen. Der Rock ist, wie alle meine Winterröcke, gefüttert. 

Übrigens: Den Nahttrenner lernte ich in meiner Jugend als Knopflochtrenner kennen. Ha! Das nenne ich Vortäuschung falscher Tatsachen! Müsste ich eine Stellenbeschreibung für das Ding erstellen, würde dieser Aspekt ja eher weiter unten in der Liste erscheinen! 




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