Dienstag, 28. Oktober 2014

Herbstjacken-Sew-Along-2014 Teil 3


Zwischenstand: Wie weit bin ich bisher gekommen? Welche Probleme und Hürden tun sich auf?





Ich bin zufrieden mit dem Zwischenstand: Das obere und untere Teil des Mantels ist gefüttert, die Tasche sind drin.
Kopfzerbrechen hat mir das Annähen des Kragens bereitet, aber zum Glück hatten wir ein Nähkränzchen am Wochenende und da gab es hilfreiche Menschen die mir  Rat geben konnten! 



Mein Mantel hat ja eine Quernaht, ob es daran liegt, dass erst Ober- und Unterteil gefüttert wird und dann zusammengefügt? Selbst den Saum soll man vorher machen. An dieser Stelle werde ich jedoch meinen Willen durchsetzen. Denn ich will erst alles andere fertig machen, denn ich stelle es mir leichter vor, den Mantel dann ordentlich abzustecken. 
Auch die Ärmel sind noch nicht drin und ich hoffe auf die eine oder andere Erleuchtung, denn die  Erklärung zum Einsetzen des Ärmels finde ich sehr verzwickt.
Überhaupt: Hürden gibt es für mich vor allem, wenn ich versuche, mir das Beschriebene der Anleitung bildlich vorzustellen. Aber irgendwie habe ich es ja geschafft. 
Am Wochenende habe ich auch passende Knöpfe gefunden. 
Mein Nähzimmer bleibt allerdings erstmal verwaist, denn ich fahre für einige Tage in Allgäu zur Familie. 

In der Gruppe der Mantel- und Jackennäherinnen gibt es schon einige, die bereits fertig sind. Andere haben wie ich noch einiges zu tun. Aber was solls, Hauptsache, das Nähen und Tüfteln macht Spaß!

Sonntag, 26. Oktober 2014

MSBDS - Finale

Auf den letzten Drücker stelle ich euch meine Strickjacke vor.
Die braune Jacke aus Merino-Wolle ist fertig geworden, allerdings weiß ich noch nicht so recht, ob sie mir gefällt. Das wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
Stolz bin ich allerdings, dass ich zum ersten Mal einen Schalkragen gestrickt habe. Es war nicht so schwer, denn es existiert diese Anleitung von Tichiro. Man muss verlängerte Reihen stricken und ich habe in diesem Zusammenhang noch sogenannte Wickelmaschen kennengelernt.


Erstaunt war ich, wie viel Wolle in so einen Kragen passt: fast 50 Gramm!
Für eine warme Strickjacke finde ich den Kragen wunderbar, denn so bleiben Hals und Nacken schön warm.









Die Knöpfe habe ich aus meinem Fundus. Allerdings habe ich wieder gemischt.











Und so sieht die Jacke im Ganzen aus:







Das Muster der Strickjacke erinnert mich übrigens an einen Schokoriegel in den 70ern. Karamell und seeehr süß! Wer kennt ihn? "3 Musketiere" hieß er!




Weitere Ergebnisse findet ihr auf Chrissys Blog.
Vielen Dank für die Anregung und Aufforderung liebe Chrissy, denn eines ist sicher:

Mehr Strickjacken braucht der Schrank! 


Aus diesem Grund wende ich mich jetzt auch der Jacke aus Mohair zu. Denn nach der einen Strickjacke ist vor der nächsten, oder?


Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Wärmespender - Einhüller - Wollverstärkung

Gestattet, dass ich ein paar unmögliche Worte kreiere, denn Wetter und Jahreszeit lässt die Phantasie beim MMM sprießen!

Wärmespender
Die Wärme des Wochenende hat sich aus dem Staub gemacht, deshalb habe ich in den letzten zweieinhalb Tagen zu meinem Tuch gegriffen, das im Sommer entstanden ist:




Einhüller:




Das Tuch habe ich bei Catherine entdeckt und war sofort begeistert. Zufälligerweise hatte ich genau die  Wolle im Schrank, die sich wunderbar dafür eignet: Baby Alpaca Silk (in graublau) (im Moment im Angebot!!)

Nur: allein mit diesem genialen Tuch dürfte ich hier nicht mitmachen, denn ich habe nur einige Zentimeter davon gestrickt. Den Rest übernahm meine liebe Freundin, die mit uns im Urlaub war. Ist das nicht wunderbar? 


Nun gibt es da noch die 
Wollverstärkung!


Nur das Tuch über dem Shirt, nein, das geht nicht mehr, deshalb: Wolle auf Wolle! Ich denke, diese schöne Strickjacke, eigenhändig und in Gänze von mir gefertigt, wird bald im Schrank verschwinden und auf den Frühling warten, denn sie wird langsam zu kühl. 

Der Herbstnebel mit Sturm und Regen weckt auch die Phantasie...
Mehr könnt ihr bei Julia erfahren, die auf dem MMM-Blog von Hochmooren, verlassenen Hütten und grauenhaften Funden hervor schwört. Bei allen dunklen Geschichten ist sie aber erstklassig gekleidet! 


Sonntag, 12. Oktober 2014

Herbstjacken-Sew-Along Teil 2

In dieser Woche geht es bei dreikah weiter mit dem Herbstjacken-Sew-Along. 


"Für welchen Schnitt habe ich mich jetzt endgültig entschieden? Habe ich den passenden Stoff schon gefunden? War der Stoff eher ein Kompromiss oder habe ich meinen Wunschstoff gefunden? Gab’s das passende Futter dazu? Ist ein Probeteile geplant oder schon fertig? Womit habe ich schon losgelegt? Oder ist mir schon so kalt, dass meine Jacke schon fast fertig ist?"
Ich habe mich für den Butterick -Schnitt entschieden, denn er scheint mir ein bisschen einfacher als die beiden anderen Schnitte zu sein. (Den Mantelschnitt von Simplicity habe ich allerdings auch schon hier liegen. Vielleicht komme ich ja auf den Geschmack!)



Als Futter verwende ich nach Zuspruch diverser Näherinnen tatsächlich den dunkelroten Futterstoff vom Flohmarkt. 

Wie weit bin ich gekommen?


Der Zuschnitt ist fast fertig (die Futterteile fehlen noch), die Einlage ist fast überall aufgebügelt, wo sie erforderlich ist (leider muss ich da noch einmal nachkaufen).

Die Passzeichen sind angeknotet. Das war zwar aufwändig, aber Schneiderkreide hält nur sehr bedingt bei dem Stoff.
Was mich wirklich herausfordert ist das Anpassen des Schnittes. Laut Maßtabelle ist von Größe 36 und 42 bei mir alles vertreten. So habe ich zunächst alle Teile in Größe 14 abgepaust und ein Probeteil für die Oberkörper-Teile genäht. Der Rücken war viiiel zu weit. Ich verringerte auf Größe 8 (!), habe beim Zuschneiden jedoch eine großzügige Nahtzugabe gelassen. 
Bei den Vorderteilen habe ich nun Größe 12 genommen. Der Schnitt bietet verschiedene Cup-Größen, das ist super für mich. Das zweite Probeteil passt sehr gut. Ich habe dafür auch etwas dickere Reststoffe verwendet.
Insgesamt habe ich nicht mehr so viel Angst vor dem Anpassen und das freut mich wirklich sehr. 


Heute möchte ich am liebsten alle Teile des Obermantels zusammennähen. 

Eine Frage stellt sich mir noch: wann versäubert man eigentlich die Nähte? Ich mache das gewöhnlich vor dem Zusammennähen, allerdings ist es ärgerlich, wenn  ich dann doch noch etwas enger nähe oder die Nahtzugaben zurückschneiden muss. 
Meine Nachforschungen haben ergeben, dass man nach jedem Zusammennähen von zwei Teilen diese versäubert. 
Ich werde es jetzt so machen, dass ich den Obermantel nähe, anschließend die Passform noch mal überprüfe und danach versäubere. Das bedeutet für mich, dass ich auch mal am Feierabend unter der Woche am Mantel weitermachen kann, denn versäubern kriege ich auch hin, wenn ich schon ein bisschen müde bin. 

Bis zur Fertigstellung ist also noch ein Weg, aber ich bin wirklich hochmotiviert und danke allen, die mitmachen und uns begleiten!!




Meine Hintergrundmusik beim Rechnen, Aufzeichnen, Ausschneiden und Nähen! 





Samstag, 11. Oktober 2014

"Was ich nie machen werde..."

Ich habe gerade zwei glückliche Tage hinter mir.
Denn ich nähe an meinem Herbstmantel.

Vor zwei Jahren noch verfolgte ich den Wintermantel-Sew-Along, den Lucy und Catherine durchführten. Und war mir sicher: Mäntel nähe ich nie nicht! Dieser Aufwand! Diese vielen Schnittteile! Diese dicken Stoffe! Nee, es gibt ja auch schöne Mäntel zu kaufen!

Nun also dies hier:





Als ich gestern (für meine Verhältnisse recht spät, weil ich noch den 2. Ärmel meiner Strickjacke fertig stricken wollte) schlafen ging, ließ ich den Krimi von Dick Francis aus den 70ern links liegen und nahm mir die NÄHANLEITUNG zum Lesen mit. "Damit ich mich schon mal gedanklich mit diesen ganzen Nähschritten vertraut mache" (das Gehirn arbeitet ja auch nachts und ich erhoffe mir durch diesen Input vor dem Schlafen ein souveränes Handeln am folgenden Tag!)  Haha! Auch darüber hätte ich vor zwei Jahren ungläubig den Kopf geschüttelt.

Und wenn ich mich in meinem Nähzimmer umschaue, so erblicke ich diverse Probeteile: auch hier eine Veränderung, denn das fand ich vor gar nicht langer Zeit einfach zu aufwändig.

So kann es also kommen, wenn man sich einen Blog zulegt und dadurch mehr im Austausch ist.
Ich erkläre es mir so, dass Schwierigkeiten und Herausforderungen in einer Interessengemeinschaft wesentlich leichter angegangen und bewältigt werden. Fragen und Antworten, Hinweise und Tipps, Aufmunterung und Lob. All das bewirkt bei mir, dass ich mir im Laufe der Zeit mehr zutraue, dass ich mich da weiterentwickeln will, dass ich Lust auf andere Näh- und Strickprojekte bekomme.
Ich blogge jetzt seit neun Monaten und merke eine Menge Veränderungen: meine Röcke und Strickjacken sitzen besser und ich nähere mich dem Thema "Oberkörper benähen".
Im Sommer habe ich eine kleine Menge Mist produziert und es dauerte eine Weile, bis meine Motivation wieder hergestellt war.
Ausschlaggebend war unter anderem die Aktion von Chrissy "Mehr Strickjacken braucht der Schrank". Es macht einfach mehr Spaß, in Gemeinschaft zu stricken! Und zu lesen: "Das Muster ist toll!" oder "Da geht noch was..."

Heute morgen las ich Catherines Post bezüglich "Krise kriegen". Ich werde ihn mir merken für die Nähtage, die nicht so glücklich enden wie die beiden letzten!
Außerdem entdeckte ich bei "my nähcafe" ein sehr nützliches Tutorial für Frauen, die mit mehr als Cup B durch die Welt laufen. Vielen Dank!

Ich wünsche euch ein schönes, glückliches (Näh)-Wochenende!


Eure Luise

Mittwoch, 1. Oktober 2014

MMM - Luise geht auch in geblümt!

Hier und heute eine Premiere. 
Luise in Blumenstoff!


Und was soll ich sagen? Es gefällt mir! Dieser Stoff hatte es mir schon im Laden angetan und ich überlegte nicht lange und nahm ihn mit nach Hause.
Der Stoff fällt sehr gut und knittert fast nicht, leider weiß ich die Zusammensetzung nicht.

Getragen habe ich den Rock mit schwarz kombiniert (schwarze Leggings, T-Shirt, Kauf-Strickjacke), als es etwas förmlicher sein musste. Am Wochenende dagegen zog ich den Rock bei herbstlich wunderbarem Sonnenwetter mit meinen neuen Stiefel-Clogs und erika-farbener Strickjacke an.


Die Jacke strickte ich im Urlaub aus Cotton-Merino und ich finde die Farbe sehr schön. Das Garn hat mich nicht so überzeugt. Ich finde es ein bisschen stumpf und im Winter ist es sicher nicht warm genug für mich. Aber wer spricht vom Winter? Noch ist es Herbst und heute gehe ich in der farbenfrohen Kombi durch Hannover!



Noch ein Wort zum Futter. Als Beobachterin des "Untendrunter-Sew-Along"  hatte ich so die Idee, das Futter eines Rockes auch ein bisschen Unterrock-mäßig zu nähen.  Ich bilde mir ein, dass der Rock dadurch ein bisschen glockiger fällt. Aber einbilden kann man sich ja so manches!
Der Schnitt des Volants ist übrigens von hier
Auf dem Foto unten kann man ganz gut erkennen, dass ich wieder einen Faltenrock mit breiter Passe genäht habe. Zuerst dachte ich an einen Tellerrock nach Jennys Anleitung. Da ich aber viel zu wenig Futterstoff und auch dieses Verstärkungsband nicht hatte (und das auf dem platten Land nicht einfach so kaufen kann), ich aber unbedingt den Rock nähen wollte, entschied ich mich doch für die Falten.



In der Hand halte ich einen süßen Flohmarktfund vom Wochenende.


Sind sie nicht ganz entzückend?


Was tragen Frauen (und Männer) an diesem Mittwoch Selbstgenähtes und Gestricktes?
Angeführt von Dodo, die heute auch eine Premiere hat und einen traumhaft schönen Rock trägt, geht es zum Laufsteg der wirklich tragbaren Sachen: