Donnerstag, 3. Juli 2014

Von Bienen (und Menschen)



Was soll man tun, wenn man krank im Bett liegt? Man liest, man schaut Filme, man schläft.

In der Mediathek der ARD fand ich einen sehr interessanten Film zum Thema "Bienen". Mich faszinieren sie schon sehr lange. Vor einigen Jahren hörte ich einen Vortrag über das Zusammenleben und -wirken der Bienen, vieles wusste ich nicht und seither esse ich mein Honigbrot mit wesentlich mehr Respekt!
Als Märchenliebhaberin mochte ich "Die Bienenkönigin" schon in meiner Kindheit.

Das Leben und vor allem das Sterben der Bienen ist seit einigen Jahren immer wieder Thema in den Medien. In dem oben beschriebenen Film wird zum einen das Zusammenleben mit der Honigbiene sehr anschaulich beschrieben, ganz romantisch, auf einer Schweizer Alm. Der Imker hat seine Liebe zu den Bienen nicht in die Wiege gelegt bekommen, obwohl sein Vater und Großvater immer Bienen hielten.  Doch irgendwann vor die Wahl gestellt, entschied er sich, den Bienen im Hochland die Treue zu halten. Angerührt hat mich die Szene, als ein Stock vernichtet werden musste, da die Tiere krank waren.
Auf der anderen Seite gibt es die kommerzielle Seite der Bienenhaltung und Zucht. Riesige Trucks fahren durch Nordamerika, voll geladen mit Bienenstöcken immer die nächste Blüte vor Augen: die Mandelblüte in Kalifornien, die Apfelblüte im Osten der USA und immer weiter.
Die Bienen werden zu diesem Zweck tausende von Kilometern durchs Land gekarrt, was allein schon ein großer Stress für sie bedeutet. Mandeln, und die meisten kommen aus der USA, werde ich zukünftig auch mit anderem Bewusstsein essen!
Es werden noch einige andere Aspekte in dem Film gezeigt. Er lohnt sich wirklich!

An meinem Bett wartet schon seit November dieses Buch:


Ralph Dutli las während der letzten Literatour Nord in Bremen und da kaufte ich mir gedenk meiner Bienen-Vorliebe das Buch "für irgendwann mal".
Nun ist der perfekte Zeitpunkt und die ersten beiden Kapitel sind schon verschlungen. 
Und Ralph Dutli war sogar der Preisträger, wie ich eben noch nachgelesen habe.

Bevor ich das "Lied vom Honig" beginnen konnte, las ich die letzten Kapitel aus dem neuen Buch von Jenny Erpenbeck. Sie ist eine meiner Lieblingsautorinnen und ich habe sie ebenfalls während einer Lesung in Bremen live erleben können. Mit dem Buch "Heimsuchung" gewann sie ebenfalls den Preis dieser Lesereise.


"Aller Tage Abend" ist wiederum ein besonderes Buch. Es spielt mit dem Lauf der Geschichte, es jongliert mit dem "was wäre wenn". Jenny Erpenbeck betrachtet vieles sehr genau und Handlungen, die die Geschichte weiter führen, kommen eher zurückhaltend vor. Wie in "Heimsuchung" entlarven sich Dogmen und Wahrheiten: ihre Vergänglichkeit wird sehr deutlich. 

So, nun  widme ich mich wieder dem Lied des Honigs und gesunde!



Kommentare:

  1. Bist du denn noch keine Hobbyimkerin? Ich habe gelesen, in Berlin gibt es um die 500 Stadtimker. Naja, bei der Liebe kommst du sicher auch noch hin... :-) Interessant auch die Literatour, das klingt sehr spannend! Werde gesund, damit du den Sommer geniessen kannst... Liebe Grüße!

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  2. Den Film habe ich auch gesehen und fand ihn sehr beeindruckend und auch sehr traurig. Gute Besserung wünsche ich dir!

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