Sonntag, 30. März 2014

FJKA - Masche für Masche und Knopf für Knopf

Mit Interesse verfolge ich die "Kleiderschrank"-Überlegungen bei Beswingtes Allerlei, beim Königskind und auch bei Faden verloren.

Gerade die Hinweise auf Farben habe ich mit Interesse gelesen und bin im Geiste mal alle möglichen Kleidungsstücke durchgegangen. Ich dachte immer, ich wäre ein Herbsttyp, aber in den letzten Jahren habe ich sehr gern alle möglichen Grautöne ausgesucht und insgesamt eher so "Wasserfarben". Das lag vor allem daran, dass sich meine Haarfarbe geändert hat (ohne dass ich dafür Geld beim Friseur lassen muss ;-) )
In Bezug auf mein lila Jäckchen ist das eher gut, denn das würde zum "Sommer" passen, da hinein habe ich mich jetzt mal geordnet (es leben die Kategorien!).
Tatsächlich war ich sehr angetan, als ich die Frühlingsjacke überzog. Noch fehlen ihr Knöpfe und ein Halsabschluss, aber die Farbe ist echt richtig schön.


Knopfleiste und Knöpfe

Heute möchte ich auf die Knopfleiste eingehen. Wie gestalte ich sie? Wie stricke ich sie? In den meisten Fällen stricke ich die Knopfleisten gleich mit an. Ich stricke zuerst das Vorderteil, an das später die Knöpfe angenäht werden. Dies hat den Vorteil, dass ich die Knopflöcher besser berechnen kann.

Bei meinen ersten Jacken nach der langen Strickpause häkelte ich die Knopfleiste an.




Die Jacke passt nicht sooo gut, trotzdem trage ich sie gern und das Ergebnis motivierte mich, weitere Strickjacken zu stricken.

Wenn ich eine Knopfleiste gleich mitstricke und so entscheide ich mich meistens, dann schaue ich, welche Möglichkeiten mir das Muster so zeigt. Könnte ich einen Teil des Musters als Knopfleiste übernehmen?

So entstand es hier beim grünen Frühlingsjäckchen 2014:




Das Perlmutter konnte ich wunderbar als Knopfleiste verwenden.
(Diese Strickjacke hat auch noch nicht die perfekte Passform. Aber auch hier: trage ich sehr gern!)


Bei dieser blauen Jacke wollte ich eine sehr zurückhaltende Knopfleiste.



Ich strickte sie glatt rechts und nähte einen Teil der Leiste um (an den Knubbeln sind vorne die Knöpfe dran):





Beim Frühlingsjäckchen habe ich für die Knopfleiste die kraus rechten Reihen aufgegriffen. Auf den Foto seht ihr auch gleich meine Suche nach Knöpfen...

Ich freue mich immer, wenn ich Knöpfe aus meiner Knopfsammlung verwenden kann. Diese Sammlung besteht aus Knöpfen der Schwiegermutter und deren Schwiegermutter und aus Käufen auf Flohmärkten.
Dabei entsteht dann oft folgendes Problem folgende Herausforderung: Sie reichen oft nicht für eine Jacke. So trage ich meistens Jacken, die verschiedene Knöpfe haben - allerdings gibt es höchstens zwei Arten, es ist nicht jeder Knopf anders:





So hatte ich einmal das Erlebnis, dass jemand sagte: "Oh, diese Jacke hast du sicher selbst gestrickt, so schöne unterschiedliche Knöpfe gibt es an einer Kaufjacke nicht." 


Manchmal habe ich in der Sammlung "Solitärknöpfe" - schöne Knöpfe, leider nur als einmaliges Exemplar. Die verwende ich dann auch gerne.



Vor drei Wochen, als ich bemerkte, dass ich noch nicht weiß, was ich zu dem Jäckchen tragen werde, schlug Beswingtes Allerlei vor, dass ich zu Ostern ein Gesamtoutfit zeige.
Da das Jäckchen fast fertig ist, kann ich mich nun darum kümmern. Vielen Dank für diesen Wunsch. In meinem Geist entsteht ein Rock, der ein Muster von Küchengardinen aus den 50ern hat. So wie dieser, nur vielleicht eher mit Mustern oder Ornamenten und natürlich in Farben, die zum lila Jäckchen passen.
Hier schon mal ein Eindruck:

Ich bleibe dran!
Ich wünsche euch einen schönen Frühlings-Sonntag und weitere Strickerinnen findet man auf dem MMM-Blog. Auch Meike plant einen Rock zum Jäckchen, die Glückliche hat jedoch schon den Stoff!

Bis die Tage,
eure Luise


Noch ein PS: Ich möchte gerne meine Fotos auch mal als Collage gestalten. Heute saß ich lange, damit manche Fotos im Post nebeneinander zu sehen sind. Das muss doch auch einfacher gehen! Picasa habe ich mir schon herunter geladen. Aber die Ergebnisse waren nicht zufriedenstellend. 
Hat jemand einen Tipp?

Mittwoch, 26. März 2014

MMM - auf dem Sprung

Heute bin ich so gekleidet, dass ich auf kleinen Stühlen sitzen, über Turnmatten und Bänke klettern, im Sand laufen und so manches mehr tun kann.
Die Strickjacke ziehe ich sehr gern an.


Sie wärmt gerade richtig und ist bequem. Und sie ist aus meiner derzeitigen Lieblingswolle gestrickt. Wie mein Frühlingsjäckchen und die weitere Jacke, deren Maschen für das Rückenteil ich gestern anschlug.



Mittags werde ich das Outfit wechseln, um mich dann mit vielen anderen auf großen Stühlen einem neuen Computerprogramm zu widmen. (Worauf ich im Moment keine Lust verspüre!)



Den Rock habe ich mir im letzten Jahr kurz vor einem Besuch in Berlin genäht. Der Stoff ist sehr schön  - hellgrüner Hahnentritt. Ich habe ihn geschenkt bekommen und für eine "Amy" hat er gerade gereicht.



Ich wünsche euch einen wunderbaren Mittwoch!
Nach dem langweiligen Computerkurs werde ich heute Abend hier stöbern!


Montag, 17. März 2014

Mein Montag

Spontan entschloss ich mich, einen Montagspost zu schreiben. So wie das Kirschenkind.
Ich habe es allerdings nicht so schwer, wie sie heute. Mein Montag fing so an, dass ich ausgeschlafen und sehr zufrieden mit dem Wochenende war, in welches ich sehr erschöpft und ein bisschen genervt hinein ging.



Der Rock ist bis auf den Saum fertig. Ich möchte gerne ein Saumband verwenden und das muss ich noch kaufen. Und einen anderen Gürtel - dieser ist mir nun doch zu rosa!














Auch das Frühlingsjäckchen ist fast fertig. Und ich teste gerade mehrere Strickmuster fürs nächste...                                                            Dazu hörte ich gestern "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen, gelesen von Eva Mattes, eines meiner Lieblings-Hörbücher.


Heute morgen konnte ich ohne Licht am Fahrrad zur Bushaltestelle radeln!

Und bevor ich heute Abend noch einmal arbeiten gehe, genieße ich:



Von Küstensocke bekam ich heute diese Burda geschickt - Danke! In den Umschlag steckte ich dann noch einige Schnitte aus den 70ern, dieser geht zu Lottie. So findet alles mögliche seinen richtigen Platz.


Und bevor ich hier ein bisschen Staubsauge, gibt es Kaffee aus der Tasse meiner Oma Luise (dazu ein andermal mehr).

Ich wünsche allen einen guten Wochenanfang!


Mittwoch, 12. März 2014

MMM - Punkte und Frühlingsgrün

Ja, ich stimme Melleni zu, die schreibt, dass sie es genießt, sich nicht mehr im Dunkeln auf den Weg zu machen und nach Hause zu kommen. Das Licht und die Sonne tun sehr gut!
(Vor einem Jahr lagen wir hier irgendwo zwischen 2 und 8 Grad, wie ich grad recherchiert habe.)
Nachher mache ich mich auf den Weg in die Kreisstadt und dabei trage ich:


Stoff von "Stoff und Stil"


Schnitt: Faltenrock aus zwei rechteckigen Stoffstücken.


Einen meiner Lieblingsröcke, den ich im Herbst zu einem bestimmten Anlass genäht hatte. (Eigentlich wollte ich dazu mein erstes Kleid nähen, aber ich wollte dann doch auf Nummer sicher gehen)
Dazu ein Vorfrühlingsjäckchen von 2013 (welches im letzten Jahr den Frühling überhaupt nicht locken konnte!) Das Jäckchen trage ich in diesem Jahr zum ersten Mal und leider hat es einige Passformmängel.



Kleider, Röcke, Shirts, Hosen usw. alle selbstgenäht findet ihr auf dem MMM-Blog, der heute ein Jubiläum feiert!
Herzlichen Glückwunsch an die Crew und an alle, die ihn jede Woche so kreativ bestücken. Ich selbst bin ja erst kurz dabei, aber die Inspiration genieße ich schon seit nunmehr zwei Jahren!

Sonntag, 9. März 2014

FJKA zwischen Gartenarbeit und Strickzeug

Ja, wir stricken Jäckchen und um uns herum wird es Frühling. Hier ein paar Beweise:




Aber auch das gibt es nun im Garten:




Meine Freizeit verbringe ich entweder mit Astschere oder mit Stricknadeln in den Händen (so als groben Einblick!)

Mit meinem  Jäckchen bin ich so weit (erinnert irgendwie an eine Schokoladensorte..)


Auch die Vorderteile sind bis zu dem Punkt gestrickt, an dem nun die Brustabnäher folgen. Damit werde ich mich heute beschäftigen. Ich rechne damit, dass es nicht gleich auf Anhieb klappt, auch wenn Meikes Anleitung detailliert beschrieben ist. Schwierig stelle ich mir zum jetzigen Zeitpunkt die Anprobe vor. Evtl. werd ich das Vorderteil an das Rückenteil heften, damit ich das ein bisschen besser einschätzen kann.


Das Rückenteil habe ich fertig gestrickt, die Maschen für die Schulter kette ich nicht ab. Dann kann ich sie mit den Schultermaschen der Vorderteile zusammen abketten, das sieht sehr sauber aus.



Beim Aufnehmen der Maschen bevorzuge ich den italienischen Anschlag. Dadurch wird der Bund ein bisschen elastischer und ich finde die Kante schöner.

Wie gehe ich mit Muster und Farbe um? 

Meistens entscheide ich so, dass bunte oder "liebliche" Farben ein strengeres Muster bekommen. Das blaue Sommerjäckchen vom letzten Jahr ist ein Beispiel dafür:


Die Wolle gefiel mir sehr gut, aber als sie so auf einem Haufen lag, dachte ich "Uiuiui, hoffentlich sieht das nicht zu sehr nach Bettjäckchen aus!" Deshalb entschied ich, kein blumiges Lochmuster zu stricken, sondern "Kordelrippen". Dadurch stellte ich (für mich) ein Gleichgewicht zwischen pudriger Farbe und geometrischem Muster her. So gefiel es mir.


Ganz anders ging es mir mit der Strickjacke, die ich danach strickte. Die Farbe sah ich im Farbmusterbuch des Strickladens nur als kleines Fädchen und als die Wolle ankam, fand ich sie zuerst zu müde. Auf Grund dessen wählte ich ein üppiges Muster als Borte und ein blumiges für den Rest der Jacke.





Lila gehört für mich zu den "lieblichen" Farben, also wählte ich wieder ein strengeres Muster. 
Im Moment weiß ich noch nicht, was ich zu dieser Jacke tragen werde. Mir fällt kein passender Rock ein, der im Schrank hängt. Da muss also auch noch etwas geschehen. 


Ich wünsche allen einen wunderschönen Sonn(en)tag. Ich werde am frühen Nachmittag durch unsere Flussauen spazieren - ohne Astschere und Stricknadeln!

Wie ist der Zwischenstand bei allen anderen Strickerinnen? Hier könnt ihr es erfahren!

Nachtrag: Es gibt ein 1. Ergebnis zum Brustabnäher. So sieht es aus:




Das Muster ist jetzt verschoben, ich denke aber, ich lasse es so. Oder?

Mittwoch, 5. März 2014

MMM im Schwesternrock

Schnitt: Amy


Im Dezember war ich mit Ehemann, Schwester und Schwager in Bremerhaven unterwegs. Nach einem leckeren Frühstück hier spazierten wir natürlich an der Weser längs und auf dem Rückweg durch die Stadt. Dabei gingen Schwester und ich in der Stoffabteilung von K*rstadt direkt auf einen Stoff zu. Wir beschlossen, den Rest des Ballens aufzukaufen und nahmen auch gleich passenden Futterstoff und Reißverschlüsse mit.
Am nächsten Tag weilten unsere Männer in der Sauna und wir veranstalteten ein Schwesternrock-Nähen. Das hat sehr viel Spaß gemacht! Sonst nähe ich ja immer alleine vor mich hin, aber an diesem Tag merkte ich, dass die Freude sich echt verdoppelt!



Den Rock trage ich gern, am liebsten mit weißem Shirt, diese Farbzusammenstellung dunkelbraun/weiß finde ich sehr ansprechend.


Julia führt heute die Parade der Menschen an, die schon frühlingshaft oder noch winterlich, aber sicher nicht in Sack und Asche gekleidet sind. Hier geht es zum MMM!

Sonntag, 2. März 2014

Endlich März!

Endlich ist der Februar vorbei. Das ist für mich der schwerste Monat im Jahr. Zwar werden die Tage schon heller und ich freue mich, nicht mehr in völliger Dunkelheit zum Bus gehen zu können, trotzdem wird das Warten auf den Frühling lang.
Die ersten Blumen, die ersten grünen Spitzen an Sträuchern, alles deutet auf das Ende des Winters hin.


Was steht im März an?
Zuallererst werde ich viel arbeiten und das schließt teilweise auch die Wochenenden mit ein.
Jedoch, wie schon verschiedene andere schrieben, nehmen die Pläne zum Stricken und Nähen zusammen mit dem frühlingshaften Wetter nun auch Formen an. Dicke Stoffe und warmes Zeug haben erstmal Pause, nun weht es luftig und farbig auch in mein Nähzimmer hinein.

Stricken geht auch in Zeiten, in denen ich beruflich eingespannt bin. Mein Frühlingsjäckchen nimmt Gestalt an, ich hoffe, dass ich in zwei Wochen fertig bin. Gleichzeitig habe ich schon nach neuen Mustern Ausschau gehalten und ich habe in meinem bevorzugten Wollladen Nachschub an Wolle bestellt.
Das Strickmuster, dass mir ins Auge gefallen ist, heißt "Gesäte Erbsenlöcher" - das passt doch zum Frühjahr. Und wenn ich schon keinen Gemüsegarten habe...

Die nächste Strickjacke wird aber nicht schon wieder lila! Ich habe Wolle in grau bestellt.



Es ist aus einem Buch, dass ich mir im letzten Jahr kaufte. Darin gibt es eine Sammlung alter Strickmuster und diese haben so schöne Namen wie "Kapern", "Pantoffeltour", "Maurer und Schlosser", "Gitterwanzen".
Viele der Anleitungen sind in Reihen und in Runden angegeben (für alle, die einem Maurer Kniestrümpfe stricken wollen).




Mit dem Nähen ist das so eine Sache. Ich brauche sehr viel Zeit, bis ich endlich mit einem neuen Stück beginne. Und fast immer habe ich viele Bedenken und Zweifel in Bezug auf meine Fähigkeiten zu überwinden.
Ich hoffe, dass bei mir auch der Effekt eintritt, den manche Näherinnen beschreiben, dass mit Eröffnung ihres Blogs die Nähproduktion angekurbelt wird. Das würde mir gefallen, allerdings bin ich nicht darauf aus, möglichst viele Sachen im Schrank zu haben, sondern genug, um vielfältig kombinieren zu können.
(Was mir einen ungeheuren Respekt einflößt ist das Nähen eines Kleides. Da ist die Schwelle wirklich sehr hoch.)















Immerhin, gestern hängte mein Mann einen großen Spiegel im Nähzimmer auf, den ich mir schon lange gewünscht habe. Sehr groß! Aber ich finde ihn klasse.





 Und zwar so klasse, dass ich gleich einen Rock aus einem luftig-leichten Stoff begann. Ohne groß ein Drama vorher zu veranstalten. Beim Stecken der Falten hörte ich die Bundesliga-Konferenz, bangte um den Sieg von Werder und dachte einfach nicht an die vielen Lücken, die ich im Bereich "Nähen" noch habe.








Ich wünsche euch eine gute Woche, in welcher Ideen und deren Umsetzung sprudeln!